Lagerraumarten

Das Deutsche Pelletinstitut (DEPI) hat die vollständig überarbeitete Broschüre „Lagerung von Holzpellets – ENplus-konforme Lagersysteme“ veröffentlicht. Die Empfehlungen richten sich an Fachleute und Privatpersonen, die Pelletlager planen, errichten und ausstatten wollen. Die Planung eines sicheren und für die Pelletqualität schonendes Pelletlager wird detailliert erklärt. Die empfohlenen Ausführungsvarianten stehen dabei in Einklang mit den in Deutschland gültigen Normen und können auch in der Schweiz sinnvolle Impulse geben. 

Sowohl für Lagerräume als auch Fertiglagersysteme werden der aktuelle Stand der Technik und Normen zu Lage, Brandschutz, Statik, Austrags- und Befüllsystemen sowie Belüftung anhand vieler Skizzen und Bilder praxisnah erläutert. Die Inhalte der im April 2019 erschienenen DIN EN ISO 20023 sind ebenso enthalten wie die Beratungspflichten des Heizungsbauers.

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Tanks und Sacksilos

Sind keine Räume im Haus frei oder die vorhandenen Räume für die Pellet-Lagerung ungeeignet, bieten Sacksilos oft die beste Lösung. Sehr saubere Lagerung, gute Überwachung des Füllstandes, flexible und schnelle Installation – das sind nur einige Vorteile. Doch nicht nur aus Platzgründen kann es sein, dass man auf einen Pellet-Gewebetank ausweicht: Unter Umständen sind die Räumlichkeiten feucht, sodass man dort kein Lager mit direktem Wandkontakt einrichten kann. Auch in diesem Fall bietet sich ein Sacksilo hervorragend zur Pellet-Lagerung an.

Ein Pellet-Sacksilo ist für die oberirdische Lagerung gedacht. Bei zusätzlichen Schutzmassnahmen – etwa vor Regen und UV-Strahlung – eignet es sich aber auch für die Aussenlagerung, zum Beispiel im Garten. Der Mantel des Pellet-Gewebetanks besteht meist aus speziellem, flexiblem Polyestergewebe und wird an eine Tragekonstruktion montiert.

Die Bauformen decken alle Anforderungsbereiche ab: Ein Pellet-Sacksilo ist rechteckig und sowohl mit Flachboden erhältlich wie auch als unten spitz zulaufendes Konussilo. Zudem bieten wir das rechteckige volumenoptimierte Trogsilo an oder ein Pellet-Gewebesilo mit integrierter Hebemechanik – das Hubsilo.

Ein Pellet-Sacksilo ist im Vergleich zu einem speziell hergerichteten Pellet-Lager im Hinblick auf das Fassungsvermögen zwar etwas teurer, es ist dafür aber sehr schnell aufgestellt und erfordert nur geringe Bauarbeiten. Die Pellet-Entnahme ist unkompliziert und Wartungsarbeiten sind recht einfach, da alle Bauteile jederzeit leicht zugänglich sind.

Bildquelle: ÖkoFEN Heiztechnik GmbH

Eine weitere Variante zur Lagerung ist der Pellet-Tank aus Stahlblech. Er kann wie ein Gewebetank freistehend aufgestellt werden. Viele Hersteller bieten den Pellet-Tank in modularer Bauweise an. Ein Lagersystem setzt sich dabei im Baukastenprinzip aus mehreren einzelnen Elementen zusammen und kann bei Bedarf nachträglich erweitert werden. Die vorgefertigten Bauteile werden zum Aufstellort gebracht und vor Ort montiert.

Der Brennstofftransport aus dem Pellet-Tank zur Heizung erfolgt in den meisten Fällen über ein Saugsystem.

Bitte beachten Sie, dass die Pellet-Tanks aus Stahlblech nicht hundertprozentig staubdicht sind.

Bildquelle: pelletsbox.at

Schrägbodenlager

Ein Lagerraum für Pellets im Haus

Ein Pellet-Lagerraum ist ein trockener Raum an der Aussenwand des Gebäudes. Er wird in der Regel mit einem Schrägboden aus Holz ausgestattet, wodurch die Holzpellets automatisch zur Mitte rutschen. Das ermöglicht einen zuverlässigen Pellet-Transport.

Damit die Brennstoffe nicht verschmutzen, darf kein Putz von den Wänden abbröckeln. Um zu verhindern, dass weder der Raum zur Pellet-Lagerung noch die Pellets selbst beim Einblasen Schaden nehmen, installieren Handwerker ausserdem eine Prallschutzmatte.

Bildquelle: ÖkoFEN Heiztechnik GmbH

Unterirdischer Pellettank

Ist der Platz für die Brennstofflagerung knapp, können Hausbesitzer die Pellets auch in einer Zisterne unter der Erde bevorraten. Die dafür geeigneten Tanks bestehen aus Beton oder Kunststoff und sind in unterschiedlichen Grössen lieferbar. Durch die nötigen Erdarbeiten und die höheren Anforderungen an die Dichtheit sind die Kosten für einen Erdtank meist höher als für andere Systeme zur Pellet-Lagerung.

Der Pellet-Tank sorgt für Flexibilität bei der Pellet-Lagerung

Der Vorteil eines Pellet-Tanks ist seine Vielseitigkeit: Verschiedene Modelle decken alle nötigen Speichervolumina ab – so kann der Pellet-Tank praktisch überall zum Einsatz kommen, wenn vorhandene Räumlichkeiten die Umrüstung eines Raumes zum Pellet-Lager nicht gestatten.

Hier finden Sie diverse Anbieter von Pellets-Lagersystemen

Sicherheit im Pelletlager

Pellets sind ein vergleichsweise risikoarmer Brennstoff. Es gelten jedoch wie für alle Energieträger Sicherheitsvorschriften. Bei der Installation und beim Betrieb eines Pellet-Lagers sind die folgenden wichtigen Punkte zu beachten:

Sicherheit im Pelletlager...

Ascheentsorgung

Entsorgung von Asche

Beim Verbrennen von Pellets entsteht Asche. Im Vergleich zu anderen Holzbrennstoffen ist die Menge jedoch sehr klein, da die Verbrennung des normierten Brennstoffs automatisch geregelt ist und entsprechend sauber abläuft.

Wichtig: Die Asche darf nicht mit dem Grünabfall oder im Garten entsorgt werden!

mehr zur Ascheentsorgung...

Lagerraumreinigung

Holzpellets sind Naturprodukte. Mit der Zeit bildet sich beim Heizen mit Pellets im Lagerraum Staub. Störungen an der Heizungsanlage durch eine Blockade der Förderschnecke können die Folge sein. Durch eine regelmässige Lagerreinigung bzw. leerlaufen des Lagers können Störungen vermieden werden.

Durch eine regelmässige Lagerreinigung bzw. leerlaufen des Lagers können Störungen vermieden werden. Nicht jedes Lager muss zwingend gereinigt werden. Oftmals ist ein regelmässiges leerlaufen des Lagers ausreichend um die nötige Entstaubung zu erreichen, und ein Reinigen und Absaugen der Pellets erübrigt sich wodurch Sie unnötige Kosten sparen können.

Gerne beraten wir Sie wann und wie oft eine Lagerraumreinigung nötig bzw. sinnvoll ist. Kontaktieren Sie uns.

Der Filmclip verdeutlicht das Entnahmeverhalten der Pellets

    Pelletlager - unkomplizierter Einbau

    Der Einbau eines Pelletlagers und einer Pelletheizung ist relativ unkompliziert. Wer seinen alten Heizkessel gegen einen Pelletkessel austauschen möchte, kann diesen einfach an das vorhandene Heizungssystem anschliessen. Gegebenenfalls muss noch ein Pufferspeicher ergänzt werden. In jedem Falle muss ein Pelletlager und ein Fördersystem installiert werden. Die vorhandenen Heizkreisläufe können jedoch übernommen werden, sodass hier keine weiteren Kosten entstehen.

    Lagerung und Transport

    Ihren Brennstoff beziehen Pelletkessel aus dem Pelletsilo über eine Förderschnecke, einem Saugsystem mit Saugsonden oder einen sogenannten Maulwurf. Der Maulwurf hat gegenüber der Schnecke den Nachteil, dass er das Silo nicht komplett leeren kann. Da er mit einem Saugsystem arbeitet, dass nicht in alle Bereiche des Silos reicht, bleiben Reste in den Ecken zurück. Bei der Schnecke sollte man darauf achten, dass sie nicht aus minderwertigem Plastik besteht.

    Förderschnecke, Bildquelle: HERZ Energietechnik GmbH

    Saugsystem mit Saugsonden, Bildquelle: Solarfocus GmbH

    Der Maulwurf, Bildquelle: Schellinger KG