Lagerraum und Handling

Der Einbau eines Pelletlagers und einer Pelletheizung ist relativ unkompliziert. Wer seinen alten Heizkessel gegen einen Pelletkessel austauschen möchte, kann diesen einfach an das vorhandene Heizkreisläufe anschliessen und Pelletlager wie Fördersystem installieren. Allenfalls muss ein Pufferspeicher ergänzt werden. In jedem Falle muss ein Pelletlager und ein Fördersystem installiert werden.

Lagerung und Transport

Die Pellets gelangen vom Pelletsilo über eine Förderschnecke, einem Saugsystem mit Saugsonden oder einen sogenannten Maulwurf zum Pelletkessel. Der Maulwurf hat gegenüber der Schnecke den Nachteil, dass er das Silo nicht komplett leeren kann. Da er mit einem Saugsystem arbeitet, dass nicht in alle Bereiche des Silos reicht, bleiben Reste in den Ecken zurück. Bei der Schnecke sollte man darauf achten, dass sie nicht aus minderwertigem Plastik besteht.

Förderschnecke, Bildquelle: HERZ Energietechnik GmbH

Saugsystem mit Saugsonden, Bildquelle: Solarfocus GmbH

Der Maulwurf, Bildquelle: Schellinger KG

Schrägbodenlager

Typischer Lagerraum für Pellets in Ein- und Mehrfamilienhäuser.

Ein Pellet-Lagerraum ist ein trockener Raum an der Aussenwand des Gebäudes. Er wird in der Regel mit einem Schrägboden aus Holz ausgestattet, wodurch die Holzpellets automatisch zur Mitte rutschen. Das ermöglicht einen zuverlässigen Pellet-Transport.

Damit die Brennstoffe nicht verschmutzen, darf der Putz nicht von den Wänden abbröckeln. Um zu verhindern, dass weder der Raum zur Pellet-Lagerung noch die Pellets selbst beim Einblasen Schaden nehmen, installieren Handwerker ausserdem eine Prallschutzmatte.

Bildquelle: ÖkoFEN Heiztechnik GmbH

Tanks und Sacksilos

Sind keine Räume im Haus frei oder die vorhandenen Räume für die Pellet-Lagerung ungeeignet, bieten Sacksilos oft die beste Lösung. Sehr saubere Lagerung, gute Überwachung des Füllstandes, flexible und schnelle Installation – das sind nur einige Vorteile. Doch nicht nur aus Platzgründen kann es sein, dass man auf einen Pellet-Gewebetank ausweicht: Sind die  Räumlichkeiten zu feucht, kann man kein Lager mit direktem Wandkontakt einrichten und ein Sacksilo eignet sich hervorragend zur Pellet-Lagerung an.

Ein Pellet-Sacksilo ist für die oberirdische Lagerung gedacht. Bei zusätzlichen Schutzmassnahmen – etwa vor Regen und UV-Strahlung – eignet es sich auch für die Aussenlagerung, zum Beispiel im Garten. Der Mantel des Pellet-Gewebetanks besteht meist aus speziellem, flexiblem Polyestergewebe und wird an eine Tragekonstruktion montiert.

Die Bauformen decken alle Anforderungsbereiche ab: Ein Pellet-Sacksilo ist rechteckig und sowohl mit Flachboden erhältlich wie auch als unten spitz zulaufendes Konussilo. Zudem bieten wir das rechteckige volumenoptimierte Trogsilo an oder ein Pellet-Gewebesilo mit integrierter Hebemechanik – das Hubsilo.

Ein Pellet-Sacksilo ist im Vergleich zu einem speziell hergerichteten Pellet-Lager im Hinblick auf das Fassungsvermögen zwar etwas teurer, es ist dafür aber sehr schnell aufgestellt und erfordert nur geringe Bauarbeiten. Die Pellet-Entnahme ist unkompliziert und Wartungsarbeiten sind recht einfach, da alle Bauteile jederzeit leicht zugänglich sind.

Bildquelle: ÖkoFEN Heiztechnik GmbH

Eine weitere Variante zur Lagerung ist der Pellet-Tank aus Stahlblech. Er kann wie ein Gewebetank freistehend aufgestellt werden. Viele Hersteller bieten den Pellet-Tank in modularer Bauweise an. Ein Lagersystem setzt sich dabei im Baukastenprinzip aus mehreren einzelnen Elementen zusammen und kann bei Bedarf nachträglich erweitert werden. Die vorgefertigten Bauteile werden zum Aufstellort gebracht und vor Ort montiert.

Der Brennstofftransport aus dem Pellet-Tank zur Heizung erfolgt in den meisten Fällen über ein Saugsystem.

Bitte beachten Sie, dass die Pellet-Tanks aus Stahlblech nicht hundertprozentig staubdicht sind.

Bildquelle: pelletsbox.at

Unterirdischer Pellettank

Ist der Platz für die Brennstofflagerung knapp, können Hausbesitzer die Pellets auch in einer Zisterne unter der Erde bevorraten. Die dafür geeigneten Tanks bestehen aus Beton oder Kunststoff und sind in unterschiedlichen Grössen lieferbar. Durch die nötigen Erdarbeiten und die höheren Anforderungen an die Dichtheit, sind die Kosten für einen Erdtank meist höher als für andere Systeme zur Pellet-Lagerung.

Der Pellet-Tank sorgt für Flexibilität bei der Pellet-Lagerung. Der Vorteil eines Pellet-Tanks ist seine Vielseitigkeit: Verschiedene Modelle decken alle nötigen Speichervolumina ab – so kann der Pellet-Tank praktisch überall zum Einsatz kommen, wenn vorhandene Räumlichkeiten die Umrüstung eines Raumes zum Pellet-Lager nicht gestatten.

Hier finden Sie Anbieter von Pellets-Lagersystemen

Sicherheit im Pelletlager

Pellets sind risikoarm. Doch auch hier gelten, wie für alle Energieträger, Sicherheitsvorschriften. Eine umfassende Information liefert Ihnen die Broschüre «Lagerung von Holzpellets» des DEPI. Ausserdem haben wir Ihnen die wichtigsten hier zusammengefasst.

Entsorgung von Asche

Beim Verbrennen von Pellets entsteht Asche. Vergleicht man andere Holzbrennstoffe, ist die Menge sehr klein. Die Asche müssen Sie von Hand entsorgen. Bei einem Einfamilienhaus rund zweimal pro Jahr.

Wichtig: Die Asche darf nicht mit dem Grünabfall oder im Garten entsorgt werden!

Lagerraumreinigung

Mit der Zeit bildet sich im Lagerraum Staub. Das kann zu Störungen an der Heizungsanlage durch eine Blockade der Förderschnecke führen. Oftmals ist ein regelmässiges Leerlaufen des Lagers ausreichend, um die nötige Entstaubung zu erreichen, und ein Reinigen und Absaugen der Pellets erübrigt sich.

Wenn Sie aber an einer Lagerraumreinigung interessiert sind, beraten wir Sie gerne. Kontaktieren Sie uns.

Der Filmclip verdeutlicht das Entnahmeverhalten der Pellets