Stabile Preise und deutlicher Preisvorteil gegenüber Heizöl und Gas

Die unabhängige Erhebung von pelletpreis.ch ergab für Mai 2020 einen Tiefstwert von durchschnittlich CHF 344.10 pro Tonne Pellets*. „Das ist der tiefste monatliche Durchschnittpreis, den wir je erhoben haben“, erklärt Anita Niederhäusern, Gründerin und Herausgeberin von pelletpreis.ch. Das Portal erhebt die Preise seit anfangs 2008. 

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Unter CHF 350.00 die Tonne kosteten Pellets lediglich im Juli 2008 (346.60) und August 2008 (349.70). Der durchschnittliche Höchstpreis pro Tonne wurde im Januar 2014 mit CHF 420.30 verzeichnet. Damit betrug der Unterschied vom höchsten zum tiefsten Durchschnittspreis über die letzten 12 Jahre rund 18%. Die seit ca. 2017 leicht sinkenden Pelletpreise stellen die Schweizer Lieferanten hart auf die Probe. Die Konkurrenz ist gross, insbesondere im Gebiet in Grenznähe zu Deutschland und Österreich wird mit harten Bandagen um Marktanteile gekämpft.

Deutlich stabiler und günstiger als die Fossilen
Seit 2008 ist der Preis pro Kilowattstunde bei Pellets mit einer Spanne von 7.14 Rp. bis maximal 8.56 Rp. recht stabil, wobei er seit Mai 2015 immer deutlich unter 8 Rp. lag. Bei Heizöl reichte die Preisspanne im gleichen Zeitraum von 6.18 Rp. bis 13.38 Rp. pro Kilowattstunde, der Preis lag allerdings grösstenteils deutlich über 9 Rp. Gas kostete in dieser Zeit pro Kilowattstunde durchschnittlich zwischen 8.66 Rp. bis 11.19 Rp. Somit ist Wärme aus Pellets nicht nur die weitaus ökologischste, sondern auch die deutlich günstigste und preisstabilste. Und die in der Schweiz verbrannten Pellets stammen nicht wie Heizöl und Gas aus einem fernen Land, sondern werden grösstenteils in der Schweiz hergestellt. Der Rest kommt aus Deutschland und Österreich.

Der Importeur aus Deutschland
Das deutsche Familienunternehmen Ley Mineralöl GmbH kommt aus dem fossilen Bereich und bietet seit über 10 Jahren auch Holzpellets an. Stefan Kitzmann, Bereichsleiter Holzpellets, erklärt: „Wir verfügen in Süddeutschland über eine breite Basis an zufriedenen Kunden, nun möchten wir unseren Marktanteil auch in der Schweiz weiter ausbauen.“ Ley setzt auf Antistaub-Holzpellets: „Herkömmliche ENplus-Pellets aus Süddeutschland werden bei uns im Haus zu Antistaub-Holzpellets weiterverarbeitet. Wir setzen auf kurze Lieferwege zu unserem Zentrallager in Konstanz.“ Kitzmann stellt fest, dass die Preise im Frühling generell sinken und fügt hinzu: „Auf dem Schweizer Markt herrscht aufgrund der vielen in- und ausländischen Marktteilnehmer seit jeher intensiver Wettbewerb.“ Gemäss propellets.ch wird rund 80% des Pelletbedarfs im Inland hergestellt. Stefan Kitzmann ist überzeugt: „Der Wettbewerb findet auch immer wieder über den Preis statt, obwohl dieser über die tatsächlich gelieferte Qualität keine Aussagekraft hat. Transport und Einlagerung beim Kunden ist Fehlerquelle Nummer 1 bei Holzpellets. Die kleinen Stäbchen sind zwar aussen ganz hart, aber innen ganz weich. Staub und Feinanteile verstopfen dann die Heizungsanlagen. Dagegen haben wir was: Antistaub-Holzpellets.“

* MWST und Lieferung inbegriffen

Text: Anita Niederhäusern, leitende Redaktorin und Herausgeberin von ee-news.ch und pelletpreis.ch

aktuelle Medienmitteilung vom 29. Mai 2020