Ascheentsorgung

Beim Verbrennen von Pellets entsteht Asche. Im Vergleich zu anderen Holzbrennstoffen ist die Menge jedoch sehr klein, da die Verbrennung des normierten Brennstoffs automatisch geregelt ist und entsprechend sauber abläuft.

Gemäss der gültigen Norm für Pellets (dürfen Pellets der Qualitätsklasse A1 einen maximalen Aschegehalt von 0,7 % aufweisen. Aus Prüfberichten von Pellets, die für die ENplus-Zertifizierung kontrolliert wurden, ist bekannt, dass der gemessene Aschegehalt zwischen 0,2 und 0,4 % liegt. Das heisst also, dass beim Verbrennen von 1 Tonne Pellets (entspricht 1,5 m3) 2 bis 4 Kilogramm Asche entstehen.

In einem Einfamilienhaus, das im Jahr 5 Tonnen Pellets verbrennt, entstehen somit 10 bis 20 Kilogramm Asche. Mit einem Aschebehälter, der 10 Kilogramm fasst, muss das Aschefach also zweimal im Jahr geleert werden.

Für Einfamilienhausbesitzer gilt die Empfehlung, die Pellet-Asche im Hauskehricht zu entsorgen. Alternativ kann der Kaminfeger angefragt werden, ob er die Asche bei der regelmässigen Kontrolle mitnimmt.

Ist die Heizanlage mit mindestens einem 250-Liter-Aschecontainer ausgestattet (Leistung Heizung > 80 kW) lohnt es sich, eine professionelle Firma aufzubieten, welche die Asche absaugt und fachgerecht deponiert. Fragen Sie uns, wir bieten Ihnen hierfür gerne eine Lösung an.

Am 1. Januar 2016 hat der Bundesrat die neue Abfallverordnung in Kraft gesetzt – mit einschneidenden Neuerungen für die Betreiber von Holzfeuerungen. Konnten diese früher die Asche auf Inertdeponien entsorgen, hätten sie nach der neuen Verordnung die Asche aufwendig aufbereiten müssen.

Holzenergie Schweiz setzt sich für eine pragmatische Lösung ein und hat mit dem Bundesamt für Umwelt (BAFU) und dem Bundesamt für Energie (BFE) Gespräche aufgenommen. Der vorgeschlagene Lösungsweg sieht eine fünfjährige Übergangsfrist ab Herbst 2018 vor, in der die Holzasche weiterhin wie bisher abgelagert werden kann, um während dieser Zeit die umweltschonende Entsorgung der Asche besser zu erforschen und weiterzuentwickeln. So besteht die Gewähr, dass die Branche nach Ablauf der Übergangsfrist bereit ist, eine gesetzeskonforme, aber auch preislich vertretbare Entsorgung anzubieten.

Für den Winter 2017/18 haben 10 von 22 Deponien des Typs E eine Ausnahmebewilligung des BAFU erhalten. Die Entsorgung der Asche ist somit für die aktuelle Wintersaison gelöst. Im Lauf des Jahres 2018 sind mit den zuständigen Behörden weitere Gespräche geplant.

Wichtig: Die Asche sollte nicht mit dem Grünabfall oder im Garten entsorgt werden!